2009: Limbo

von Margareta Garpe

„Die erste Zeit ist am schlimmsten, aber wenn man erst mal gebrochen ist, fühlt man sich ganz wohl“… sagt Kim, die sich seit zwei Monaten in einer Suchtklinik befindet. Doch wie fühlt sich „Wohlfühlen“ an? Und wie kann man das sich wohl fühlen lernen, wenn all die „netten Lebensbegleiter“ konfisziert werden? Für drei Neuzugänge beginnt ein harter und langer Weg. Wahrheiten müssen neu definiert und akzeptiert werden, Temperamente gezügelt und lieb gewonnene Gewohnheiten abgelegt werden. Ein turbulenter Weg? Ja, aber ….

Unter der Regie von Raphael Bachmann wird das Ensemble der Theaterwerkstatt Rheinfelden (TWR) die Tragikkomödie LIMBO der Schwedischen Autorin Magareta Garpe Ende Januar 2009 zur Aufführung bringen.

Margareta Garpe gelingt es, das Thema Sucht bei Frauen mit schrägem Humor, Leichtigkeit und manchmal mit Sarkasmus, präzise zu beschreiben, ohne dabei den Tiefgang zu verlieren.

Bei Dante ist Limbo ein Ort zwischen Himmel und Hölle; in der Karibik ein Tanz, der akrobatische Beweglichkeit voraussetzt und bei Margareta Garpe ein Stück in dem sich die Frauen in ihrem Suchtverhalten geschmeidig versuchen über die Runden zu retten – auf ihrem direkten Weg in die Isolation und Einsamkeit.

Die TWR konnte sich die Erstaufführungsrechte für den deutschsprachigen Raum sichern. Erstmals wird zudem eine TWR-Produktion in den neu für kulturelle Veranstaltungen zu Verfügung gestellten Räumlichkeiten der ehemaligen Wuhrmann Cigarrenfabrik realisiert.

 

Mitwirkende:
Bill (Krankenpfleger, Geschäftsführer): Guido Schädler
Betty (Therapeutin): Ulrike Birringer
Viktoria (Journalistin): Christine Walser
Millan (adelige Patientin): Anna Batschelet Massini
Lolo (Patientin): Karin Erni Schär
Hanna (Anwältin, Patientin): Helen Hirt
Kim (Patientin): Carolin Steiner
Und als: Gido Wiederkehr
Leihstimmen Billie (Hannas Tochter): Nina Birringer/ Smilla Schär
Karlson (Wachhund)
Snoken (Kuscheltier)

Technik: Thomas Rauch
Bühnenbau: Barbara Schneider
Regie: Raphael Bachmann

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